Die verschiedenen Kaffeesorten in Guatemala – Sortenreinheit unserer Kaffeepflanzen
Kaffee kam erstmals bekundet im Jahr 1747 nach Guatemala. Die erste Kaffeesorte, die ab 1805 im
Atitlán-See-Becken angebaut wurde,
war die Typica. Die Typica Kaffepflanze wächst höher, als der Bourbón-Kaffee, der erst viel später, im
Jahre 1940, aufkam.
Die Pioniere waren die Ordensleute der Gesellschaft Jesu, besser bekannt als die „Jesuiten“. Sie brachten
die ersten Kaffeesamen
von den Karibikinseln nach Guatemala.
Bei ihren Besuchen, bei den Jesuiten, sahen die indigenen Maya erstmals diese schönen und ihnen bis dahin
unbekannten Pflanzen,
im Garten der Jesuitengemeinde in Antigua Guatemala. Es waren Kaffeepflanzen! Die Neugier war geweckt und
einige der Ureinwohner
nahmen ein paar Bohnen mit nach Hause, für sich selbst. Daheim pflanzten sie die Samen in die Hinterhöfe
ihrer Häuser. Zunächst rein
zur Zierde - Später folgten erste Testkulturen auf ihrem eigenen Land.
So entwickelten sich die ersten Kaffeeplantagen der indigenen Maya bereits in den frühen 1800er Jahren -
53 Jahre nach der Ankunft des
Kaffees in Guatemala, begann der Kaffeeanbau an den Vulkanen des Atitlan Sees.
Erste Pflanzen und Kaffeesorten
Zunächst wurde nur großer Kaffee gepflanzt, das heißt: Bourbon. Eine Sorte, die einen Abstand von 2 Metern
zwischen den einzelnen
Büschen und Reihen benötigte. Da es damals noch nicht viele Kaffeeplantagen gab, gab es ausreichend Land
für Bepflanzungen mit
Bourbon-Pflanzen. Zur Erntezeit war es üblich, viele Bauern mit großen Leitern zu sehen, um ihren bereits
mehrere Jahre alten Kaffee
zu schneiden. Die Pflanzen waren groß und hatten einen sehr festen Stiel, der nicht sehr biegsam war.
Später erschien Kaffee der Sorte Pache (Caturra und Colis). Diese Sorte ist kleinwüchsig und mittelgroß.
Die Pache Pflanze benötigt weniger Platz zwischen den einzelnen Büschen - nicht mehr als 1,60 m und weist
aufgrund
ihrer vielen Verästelungen ein hohes Maß an Produktivität auf. Da Pache-Kaffeepflanzen von geringerer
Größe sind,
können auch Frauen und Kinder, leichter an der Ernte teilnehmen. Aufgrund dieser Vorteile, wurde diese
Sorte von den
Maya Bauern allgemein gut angenommen und setzte sich letztendlich durch. Bourbón wird nur noch selten
gesät.
In San Juan La Laguna war es Don Andrés Cholotío Pérez, der mit Don Julián Eliseo Cotuc Navichoc,
befreundet war,
der als Erster Samen der Sorte Pache erhielt. Er pflanzte als Erster Setzlinge dieser Sorte und war somit
erste Maya
Kaffee Bauer, mit den ersten Kaffeeplantagen in San Juan La Laguna. Seine Kaffeeplantage befand sich an
einem Ort namens
Nik'aj K'im, während Don Juliáns erste Plantage bei Pa K’uwa ’war. Beide Orte befanden sich damals in der
Gerichtsbarkeit
von San Juan La Laguna. Und an eben dieser letztgenannten Stelle befinden sich heute auch die
Einrichtungen der Cooperativa La Voz.
